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Süßkartoffel-Suppe Vegan

Süsskartoffel-Suppe vegetarisch

Gestern Mittag gegen 12 Uhr ist eine Biene in Köln gestorben… nachdem sie ihren Hintern in meinen Nacken gesenkt und mir einen Krankenhausbesuch beschert hat. Seriöse Medien wie zum Beispiel Yahoo und Bild würden wahrscheinlich diese banale Geschichte so betiteln “Deutsche Killerbienen attackierten Chinesin”. Ich bleibe sachlich und formuliere die Schlagzeile lieber so: “Sind Willy und Maya wirklich so harmlos wie sie aussehen?”

Ein Bienenstich ist zwar schmerzhaft aber im Grund genommen nicht erwähnenswert. Ich erwähne es trotzdem, weil ich dadurch total aus dem Kochkonzept geworfen wurde. Schnell musste das sein und einfach ebenfalls. Etwas Kompliziertes ließ mein angeschwollener Hals leider nicht zu.

Seitdem das Wetter immer kälter wird, trinke ich sehr häufig Suppe. Kürbissuppe mit Zwiebeln und Apfel landet fast alle zwei Tage in meinem Magen. Ich mag es so gerne, dass ich es komplett ohne Salz und ohne Gewürze

Die süße Kartoffel

Mein Vater ißt keine Süßkartoffeln (chin. 红薯), weder gekocht noch gedämpft, weder gedünstet noch geschmort. Das Problem ist keine Allergie. Das Problem ist tiefer verwurzelt, in der Psyche.

„Kind! Als ich klein war,“ erzählte mein Vater „hatten wir außer Süßkartoffeln nichts gehabt, um den Bauch voll zu bekommen. Ich habe so viel Süßkartoffeln gegessen, dass es für zwei Leben reicht.“ Da ich selber nicht eine dermaßen entbehrungsreiche Kindheit erlebt habe, liebe ich die Süßkartoffeln sehr – im Gegensatz zu meinem Vater.

Eine dicke Knolle frisch aus der Asche, heiß und weich, duftet süßlich und wärmt das Herz im kalten Winter. Das war in meiner eintönigen Schulzeit ein kulinarisches Highlight, das ich mir von meinem kleinen Taschengeld leisten konnte. Außerhalb der Süßkartoffel-Saison habe ich mich dann mit getrockneten Süßkartoffeln vergnügt: darauf rumknabbern, rumkauen, rumbeißen… das macht Spass! Zumindest solange sie nicht so hart sind, dass das Ganze zu einer Prüfung für die Zähne wird.

In Deutschland sind die Süßkartoffeln leider noch nicht sehr verbreitet, nur in einigen wenigen Supermärkten lassen sie sich langsam blicken; meistens im Herbst und Winter. Zwei Stück habe ich z.B. von REWE für 2,49€ pro Kilo gekauft. Vom großen Experimentiergeist getrieben, versuche ich daraus getrocknete Süßkartoffeln, die Knabberei aus meiner Kindheit, selbst zu machen.

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Zuerst werden die Süßkartoffeln gewaschen und abgetrocknet. Um die Garzeit zu reduzieren, habe ich sie in der Mitte auseinander geschnitten.

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Die Süßkartoffeln so lange dämpfen, bis sie gerade gar sind. Von längerer Garzeit würde ich abraten, weil ich die Befürchtung habe, dass sie sich später nicht mehr sauber zerschneiden lassen.

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Dann die Süßkartoffeln abkühlen, die Haut abpellen, und in fingerdicke Streifen schneiden. In meiner Heimat werden sie anschließend in der Sonne getrocknet. Da hier in Deutschland auf die Sonne kein Verlass ist, kann/muss man stattdessen eine Dörrmaschine zur Hilfe nehmen.

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Wie lange es gedörrt werden muss, kann ich nicht genau sagen. Es ist immer davon abhängig, wie dick die Streifen sind und wie weich man es haben möchte. Ich habe einen Streifen als Tester genommen und ihn immer wieder rausgeholt und probiert. Referenzzeit für Euch: 6-7 Stunden.

Die getrockneten Süßkartoffeln sind eine gute Knabberei für zwischendurch. Gesundheitsfanatiker sollten hier zugreifen, da die Süßkartoffeln reich an Beta-Karotin und Pro-Vitamin A sind und dadurch indirekt krebshemmend wirken.

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Asiatische Snacks:

Asiatische Snacks (1) – Die süße Kartoffel
Asiatische Snacks (2) – Sojabohnen-Snack
Asiatische Snacks (3) – Eingelegter Knoblauch
Asiatische Snacks (4) – Fleischscheibchen
Asiatische Snacks (5) – Fisch-Flocken
Asiatische Snacks (6) – Klebreisklößchen

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