Category Archives: Kochutensilien

Dörrobst

Bei dem bekannten Kaffeeröster habe ich in den letzten Jahren einige Küchengeräte gekauft, mit denen ich allesamt zufrieden bin. Preiswert, funktionstüchtig und hält ein Paar Jahre lang… die Geräte von Tchibo entsprechen genau meinen Anforderungen.

Während man für ein Marken-Dörrgerät normalerweise über 100 Euro zahlt, kostet ein Apparat

Geschirrspültabs

Geschirrspüler ist die größte menschliche Erfindung. Zumindest denke ich so.

Um die schmutzigen Teller und Töpfe sauber zu waschen, braucht man Geschirrspültabs. In Discountmärkten gibt es viele Tabs, die den bekannten Marken wie Somat, Henkel oder Calgonit in nichts nachstehen. Preiswerter sind sie auch noch. Im Durchschnitt sind die Markentabs fast drei Mal so teuer wie die Discountertabs.

Hier eine unvollständige Auflistung:

  • Akuta/Aldi (Nord)
  • alio Complete/Aldi (Süd)
  • W5/Lidl
  • Denk mit Multi-Power Revolution/dm
  • Denk mit Multi-Power/dm
  • Blik/Penny
  • domol 7 in 1/Rossmann
  • domol/Rosmann
  • A&P/Kaiser’s Tengelmann
  • gut & günstig/Edeka
  • ja! Faktor 7/Rewe
  • AS classic/Schlecker
  • ja!/Rewe

Alle dieser Tabs wurden von der Stiftung Warentest mit der Note Gut” bewertet.

Ingwerreibe

Ich habe was festgestellt: Deutsche kochen ohne Ingwer! Nach 10 Jahren Aufenthalt in diesem Land kommt diese Erleuchterung zwar etwas spät, aber wie sagt man das?  Lieber spät als nie.

Eigentlich müsste ich jetzt schreien: Oh mein Gott! Wie kann man ohne Ingwer kochen? So haben viele Deutsche reagiert, wenn ich denen was erzählte, was hier im Lande zwar nicht üblich ist, aber auf der restlichen Welt gemacht wird. Erstaunen, Entsetzen, völlige Fassungslossigkeit, gepaart mit “ihhh” oder “bähhh” als Nebengeräusch. Je nachdem wer der Gesprächspartner ist, trifft eine der beschriebenen Reaktionen auf jeden Fall zu, häufig aber mehrere.

Eigentlich müsste ich jetzt schreien, aber ich tue es nicht. Normal oder nichtnormal, das ist eine Frage der Perspektive.

Von klein an habe ich gelernt, dass Ingwer gegen den strengen Geruch wirkt. Meine Mutter und Grußmutter bereiten Fleisch und Fisch mit Ingwer zu, und die meisten Chinesen machen es genauso. Fleischgerichte ohne Ingwer? Das war für mich einfach ungenießbar. Aber das “Schlemmen” in Deutschland hat mich was besseres gelehrt: ohne Ingwer geht’s scheinbar auch.

Trotz dieses Faktes würde ich Ingwer jetzt nicht aus meiner Küche verbannen. Ingwer ist nicht nur ein Gewürz, sondern auch ein wertvolles Naturheilmittel.

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Die ätherischen Öle und Scharfstoffe, die im Ingwer enthalten sind, wirken nach traditioneller chinesischer Medizin gegen die Erkältung und gegen Brechreiz. Außerdem fördert Ingwer die Darmfunktion und schützt die Magenschleimhaut. Wer mehr Information haben möchte, kann auf der Seite von Onmeda nachlesen, dort findet man unfangreiche Artikel über Ingwer und andere Naturheilmittel sowie zahlreiche Informationen über gesunde Ernährung.

Da ich gerne mit Ingwer koche aber mein Mann die Ingwerstücke immer ausspuckt, bin ich gezwungen, Ingwersaft zu verwenden. Mit einem Hackbeil ist es relativ schwierig, und auch eine Knochblauchpresse funktioniert dabei nicht wirklich. Als ich in dem Bio-Laden NATURATA die Ingwerreibe gesehen habe, habe ich sofort zugeschlagen. Das ist eine japanische Porzellanreibe, ein Brett mit Stacheln so zu sagen. Mit über 7 € ist sie nicht gerade sehr billig.

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Von der Handhabung her ist es ein bisschen, naja, matschig. Nach ein paar Minuten Reiben verwandelt sich das feste Stück in eine Art gelben, nassen Brei.

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Diesen Brei kann man dann in einem Papierkaffeefilter reintun, danach kann man den Saft sehr leicht ausdrücken. Im Hintergrund seht ihr meine Ausbeute von heute. Ich schätze die Menge auf 3 Esslöffel.

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Das Saubermachen danach ist auch problemlos. Man muss die Reibe nur kurz unter laufendes Wasser halten und das Ding ist wieder sauber. Insgesamt bin ich mit meinem Einkauf sehr zufrieden.

Die Ingwerfasern, die noch in dem Kaffefilter sind, sollte man auch nicht wegwerfen. Laut Verpackung kann man die Fasern für einen Tag in Sesamöl einlegen und anschließend absieben.

Du könntest auch eine Ingwerreibe gebrauchen? Hier gibt es verschiedene Modelle:


 

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Die Jecken sind los.

Über Nacht verwandeln sich normalerweise seriös oder weniger seriös wirkende Bürger in kunterbunte Lappenclowns, Tiere aller Gattungen, historische Figuren verschiedener Epochen oder einfach *censored* aussehende Irgendwas. Ob sich dieses Jahr jemand als Na’vi verkleidet? Wer weiß.

Während die Jecken draußen toben, bleibe ich brav zu Hause.

Wok ja oder nein

Wok

Ein Wok (chin. 锅) ist eine tiefe asiatische Pfanne, die jahrtausendelang in meiner Heimat China benutzt wird. Während die WMF-Pfannen für Chinesen zu einem der beliebtesten  Reisemitbringsel aus Deutschland aufgestiegen sind, höre ich dauernd meine deutschen Bekannten und Freunden mit vollem Stolz sagen: „ich habe AUCH ein Wok zu hause“. Mmh, wie soll ich jetzt antworten? Mit Begeisterung „Super! Ein Wok ist genau das richtige für die chinesische Küche“ oder eher die Wahrheit, dass ich als Chinesin keinen Wok benutze. Jedes Mal habe ich mich für die erste Variante entschieden, um die Euphorie für die fremde Kultur nicht im Keim zu ersticken. Außerdem würde ich es auch komisch finden, wenn ein Deutscher mir mitteilt, dass er keine Kartoffeln isst und kein Bier trinkt.

Ein Wok ist toll, ehrlich. Er ist schwer, rudimentär und robust. Die Form des Wok leitet die Hitze gleichmäßig weiter und die hohen Seitenwände verhindern das Ausfallen der Speisen beim Rühren. Laut verschiedenen chinesischen Quellen gibt der WOK langsam das Spurenelement Eisen beim Kochen frei, was unsere Gesundheit fördern soll. Aber ist ein Wok die Voraussetzung für eine gelungene asiatische Mahlzeit? Die Antwort ist ein klares Nein. Um es verständlicher zu machen: David Garrett spielt selbst mit einer Geige vom Flohmarkt besser als ich mit einer Stradivari.

Wer trotzdem einen Wok kaufen möchte, sollte allerdings auf die folgenden drei Punkte achten:

1.Qualität
2.Qualität
3.Qualität

Ein traditioneller Wok ist aus schwerem Gußeisen und nicht beschichtet. Solche mit dünnen Wänden aus Aluminiumblech oder was auch immer taugen nichts, außer dass man sie nach zwei Jahren zu Blumentöpfen umfunktionieren kann.

Die Oberfläche sollte glatt und die Farbe tiefschwarz-glänzend sein wie die Feder einer gesunden Krähe. Da hierzulande nicht mit offener Gasflamme gekocht wird, was in China völlig normal ist, ist ein Wok mit rundem Boden nicht verwendbar. Ein Holzgriff ist meinem Empfinden nach sehr nützlich, ohne kann man sich natürlich auch mit einem Handschuh Abhilfe schaffen.

Ein Wok braucht gute Pflege, besonders vor der ersten Benutzung. In Kreis der chinesischen Köche ist die erste Pflege so kompliziert und die Methoden so außergewöhnlich, das es fast einen mythischen Charakter annimmt. Mit Schweinehaut, mit Asche, mit Sand, mit Öl, und und und. Um euren neuen Wok nicht zu ruinieren, gebe ich nur einen Tipp weiter, der sicherlich nicht schadet: Nicht mit Spülmitteln spülen sondern mit lauwarmem Wasser und einer Bürste. Etwas Öl auf einen Küchenpapier geben und den Wok innen damit auswischen. Solange wiederhohlen, bis das Papier beim Reiben sauber und farblos bleibt. Nach dem Kochen sollte ebenso nur mit lauwarmen wasser gespült werden, da die dünne Ölschicht, die beim Kochen zurückbleibt, den Wok vor Oxidation schützt. Nach dem Waschen sollte der Wok kurz auf dem heißen Herd stehen, damit das Wasser verdunstet, sonst würde der Wok rosten.

Viel Spass beim Kochen mit dem Wok wünsche ich Euch!

Neuer Wok gefällig?

Titelbild:
Lizensfreies Foto von www.pixelio.de.
Fotograf: Dieter Kaiser.

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