Category Archives: Do It Myself

Schreinerkurs

Sägen, schleifen, Dübeln, fräsen … lauter Wörter, die ich in der letzten Zeit vom passiven in den aktiven Wortschatz befördert habe. Diese Vokabeln brauche ich, damit ich mit dem Schreinermeister, dessen Name nicht genannt werden darf,  ein wenig fachgerecht kommunizieren kann.

Hocker affencool

Heuschnupfen und Holzkurs passen so gut zusammen, wie die Faust aufs Auge im wortwörtlichen Sinne. Für einen begrenzten Zeitraum – hoffentlich – wird man einfach K. O. Man ist nicht mehr in der Lage, den eigenen Atmen so zu steuern, wie man es gerne haben möchte.

Mit tränenden Augen und roter Nase bin ich in den Holzkurs gegangen. Nach dem ich dort jedes Mal mindestens zwei Packungen Taschentücher in den Mülleimer befördert habe, kam ich mit zwei noch tränenderen Augen und einer noch röteren Nase wieder raus.

Das Ergebnis von dem Holzkurs ist ein unfertiger und unlackierter Hocker. Von Coolness ist erstmal nichts zu sehen.

Wenn man einen affencoolen Hocker haben möchte, muss man natürlich einen Affen darauf malen. Als Vorlage dient Paul Frank.

Ränder mit Maler-Krepp kleben und pinseln.  So habe ich es mir gedacht.

Leider ist es doch etwas anders geworden, wie mit vielen anderen Sachen im Leben auch. Selbst mit dem Kreppband wurden die Ränder nicht so scharf.

 

Das Gestell entsprechend lackieren

und mit der Sitzfläche verbinden. Fertig ist mein affencooler Hocker.


Hör mal wer da zimmert

1. Affenhocker
2. Schreinerkurs

Rote Funken

Es ist wieder so weit und Karnaval steht direkt vor der Tür. Wie jedes Jahr habe ich mich kurz entschlossen, ein Kostüm für das Narrenfest zu nähen. Im Vergleich zu den letzten Jahren gibt es diesmal einen entscheidenden Unterschied: ich habe tatsächlich eins geschafft.

Seit ein Paar Tagen bin ich plötzlich zu Schnell-Näherin mutiert. Allein am letzten Wochenende habe ich 1,5 Kleidungsstück geschafft. Rekord! Scheinbar hat die zunehmend spürbare Narrheit doch was Positives bei mir bewirkt.

Das Kostüm ist ein Frack aus Filz, der Textilindustrie sei Dank keine Laufrichtung hat. Die Nahtzugabe ist auch bereits im Schnitt enthalten. Beides führt dazu, dass enormer Aufwand beim Zuschneiden gespart wurde.

Ein Futter brauche ich nicht. Für den ein- bzw. zweimaligen Spaß verzichte ich gerne auf meine Besessenheit auf Perfektion.

2011-03-08-karnaval-01Wenn man ein bzw. zwei Augen zudrückt, könnte ich noch glatt als eine von den roten Funken durchgehen. *lach*

Gute Nacht und ein Immi-mäßiges Alaaf!

It’s Coffee Time

Sonntag nachmittags, wenn die Hausarbeit erledigt ist, ist das ein schönes Gefühl, gemütlich mit einer Tasse Kaffee auf dem sonnigen Balkon zu sitzen und nebenbei das laute Treiben auf der Krefelder Straße zu beobachten: die Reifen quietschen, eine Frau tritt die Tür von dem *censored*-Club ein und schreit dabei lauthals ins Handy, halbwüchsige beschimpfen sich gegenseitig am Straßenrand in einer furchtbaren Mischsprache, von der ich nur ab und zu ein Paar Worte verstehe.

Das ist das Leben mitten im Herzen Kölns, laut, bunt und turbulent. Dabei stimmen nur zwei Sachen bei dieser Szene nicht: ich habe keinen Balkon und ich trinke sehr selten Kaffee.

Jetzt aber Schluß mit dem Geschwätz und ich komme direkt zum Geschäft. Mit diesem Artikel eröffne ich offiziell meinen Online-Shop, ein winziger Laden mit ein Paar Artikeln, die von mir gebastelt sind.

Zum Verkaufen steht heute das Tischset “It’s Coffee Time”. Das Set besteht aus zwei Platzsets und zwei Untersetzern. Die Maße sind wie folgt:

Platzset: ca. 35 cm x 50 cm
Untersetzer: ca. 12 cm x 12 cm

Der Oberstoff  ist bedruckter Baumwoll-Dekostoff, feste Qualität. Der Unterstoff ist naturfarbige Baumwolle. Die Einlage besteht aus hitzebeständigem Vlies (ähnlich wie Filz).

shop-01-tischset-02(Vorderseite)

shop-01-tischset-04(Rückseite)

Quilten habe ich mit der Nähmaschine gemacht. Schlichte Rauten und ohne Schnickschnack. Die Kanten werden mit braunem Baumwoll-Schrägband eingefasst.

shop-01-tischset-03

Nach dem gleichen Prinzip sind die Untersetzer verarbeitet.

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Richtig ins Szene gesetzt sieht das ganze dann ungefähr so aus:

shop-01-tischset-01Für das Set “It’s Coffee Time” hätte ich gerne 20 € zzgl. Porto.

Aber bevor wir zum Geschäft kommen, muss ich noch unbedingt was sagen. Bei der Verarbeitung habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Ich habe bei dem ersten Platzset mit Bleistift vorgezeichnet und auf diesen vorgezeichneten Linien gequilt. Hinterher musste ich die Nähte woanders platzieren und die Zeichnung ist an einigen wenigen Stellen bei Scharf-Hinschauen erkennbar.

shop-01-untersetzer-06

Ich weiß, ich bin vielleicht ziemlich doof. Wenn ich das nicht erwähne, würden viele diesen Fehler wahrscheinlich nicht richtig erkennen. Aber wenn ich nicht mit offenen Karten spiele, habe ich mir selbst gegenüber ein zu schlechtes Gewissen.

Aus diesem Grund wird der Preis auf 15 € festgelegt. Wenn jemand sich interessiert, schreibt mir ein Message, entweder per Mail oder einfach hier als Kommentar.

Wieviel das Porto kostet, weiß ich noch nicht genau. Aber Porto bedeutet für mich den Betrag, den die Post von mir verlangt. Auf Porto wird KEIN Gewinn geschlagen, das finde ich schon immer unverschämt.

Also, meine Herrschaften und Frauschaften, mein Laden ist eröffnet.

++++++++++ Verkauft ++++++++++


Eine Einkaufstasche

Handarbeit ist eine Therapie, zumindest für mich. Im Gegensatz zum Kochen gibt es beim Basteln keinen zeitlichen Druck. Wenn ich ein Kleidungsstück, eine Tasche oder was auch immer nicht innerhalb von 20 Minuten schaffe, brennt mir auch nichts an. Sie bleiben einfach da liegen und werden irgendwann zum UFO. Nein nein, nicht die Riesenteller mit den kleinen grünen Männchen, sondern Unfinished Objects. Davon habe ich mehr als genügend.

Platzset Nr. 1

Es war ruhig hier in der letzten Zeit: kein Foto, kein Eintrag und keine Meldung. Das einzige, was aktiv war, waren die Spam-Kommentare, die Tag für Tag unermüdlich meinen Blog zumüllen.

Mit Faulheit oder Lustlosigkeit hat mein Verschwinden nichts zu tun. Ich hänge immer noch an diesem kleinen Blog, trotz mieser Statistik. Wir hatten in den zwei vergangenen Monaten eine persönliche Krise, die alles andere verdrängt hat.

Jetzt bin ich zurück, mit einer neuen Idee. Es wird eine weitere Kategorie geben, die sich mit Home-Textil, überwiegend Küchen-Textil beschäftigt. In dem ersten Eintrag in 2010 möchte ich gerne ein selbst gemachtes Platzset präsentieren.

Apropos Platzset, hat das überhaupt was mit China zu tun? Mhh, wenn ich genauer überlege, haben meine Eltern oder deren Eltern so was noch nie benutzt. Aber genauso wie Sushi und Essstäbchen in der westlichen Welt für ein neues Lebensgefühl sorgen, ist etwas typisch westliches, z. B.  Barock oder Country Style, in China In. Ein Platzset ist in der jüngeren, moderneren Generation durchaus kein Fremdwort.

Mein Platzset ist eine Eigenkonstruktion, vom Entwurf bis zur Fertigstellung. Außerdem ist es ein erster zaghafter Versuch in der schönen Welt des Patchworks. Den Oberseitenstoff habe ich mir aus meinem Lieblingsladen “selbstgemacht” besorgt, kombiniert mit zwei roten Satinbänden.

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In der Mitte wird mit Hand bestickt, wofür ich drei Abend gearbeitet habe. Handarbeit ist eben eine Therapie.

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Rückseitenstoff ist naturfarbene Baumwolle. Binding dazu und fertig ist mein Platzset Nr. 1.

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