Für ein paar Tage waren wir kurz weg, auf einer Flusskreuzfahrt nach Holland, ein schönes kleines Land, wo die Leute so freundlich sind. Ohja, Holländer gefallen mir, zumindestens die jenigen, die auf dem holländischen Stoffmarkt oder in den Fischläden in Venlo bunte Sachen verkaufen.
Ich fahre gerne nach Holland, dort fühle ich mich als Ausländerin wohl. Daher haben wir die Osternferien genutzt, um einen kurzen Urlaub dort zu verbringen. Als wir mit dem niederländischen Schiff “MS Rigoletto” Köln verlassen haben, war herrliches Wetter: blauer Himmel, übersät von weißen, großen Wattewolken, in der Luft schwang ein richtiges Frühlingsgefühl. Wenn Engel reisen, lacht der Himmel, so lautet ein Sprichwort.
Leider hat das Engel-Dasein nicht lange gehalten. Als wir die niederländische Grenze erreicht haben, sind wir plötzlich von Engeln zu Teufeln geworden. Es hat fast die ganze Zeit geregnet; und an einem Tag hat es sogar heftig gehagelt. Wir konnten daher keine ausgiebigen Landgänge unternehmen, aber das w arnicht so tragisch, denn selbst wenn wir das wetterbedingt hätten machen können, hätten wir dazu auch keine Zeit gehabt. Das Reiseprogramm wurde so organisiert, dass es an vielen Orten nur Zeit für ein paar flüchtige Schnappschüsse gab. Einen richtigen Eindruck kann man sich während der sehr kurzen Aufenthalte nicht bilden, das ist ein Hauptkritikpunkt an dem Veranstalter 1A Vista, eine Kölner Firma, die mir bis vor kurzem nicht bekannt war.
Im Gegensatz dazu bin ich mit dem Schiff sehr zufrieden, obwohl das sicherlich nicht das neuste und das schickste aller Schiffe ist, die auf dem Rhein rumgondeln. Das Personal ist so freundlich, dass die Service-Branche in Deutschland sich schämen muss. Die Köche verstehen ihr Handwerk gut… dies ist das größte Lob, das ich als sehr kritische Schlemmerin machen kann. Während der ganzen Reise war die Verpflegung durchgehend ausgezeichnet, nicht nur mengenmäßig, sondern auch qualitativ und geschmacklich.
Die Gerichte auf dem Schiff waren sehr leicht gewürzt, was aus gesundheitlichen Gründen sehr lobenswert ist. Der Eigengeschmack der Zutaten kommt dadurch auch besser zur Geltung. Die Teigwaren, die am Morgen und Nachmittag angeboten wurden, waren für meinen Geschmack viel besser als die deutschen Varianten. Diese Aussage würde wahrscheinlich viele Proteste hier im Lande auslösen.
Die ganze Zeit wollte ich das tolle Essen fotografieren, aber das habe ich mich nicht getraut. Am letzten Abend habe ich endlich gewagt, das Kapitäns-Dinner abzulichten, denn es hätte mir dann nichts mehr ausmacht, falls man mich deswegen von Bord geworfen hätte.
======== Fotos ========
======== Ende ========


April 13th, 2010 at 22:43
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von fernreisen, Wok Magazin erwähnt. Wok Magazin sagte: Wenn Engel reisen http://bit.ly/9TM5S3 [...]
Oktober 22nd, 2010 at 15:16
[...] Wenn Engel reisen [...]…
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