Weihnachten haben wir verpasst, weil mein Mann, der als “Repräsentant des europäischen Volks” getarnt hier ab und zu seine Punkte nach Wok-Bewertungssystem vergibt, kurz davor schwer erkrankt war.
Am 12.12.2009, an einem kalten, trüben Samstag, ist seine Krankheit plötzlich ausgebrochen. Diesen Tag werde ich wahrscheinlich nie mehr vergessen, und das nicht nur weil die Zahl sich wiederholt und daher leicht zu merken ist. Als Chinesin, die den höllischen Bildungsweg in China überlebt hat, musste ich auch früher in der Schule dieses Datum auswendig lernen. Am 12.12.1936 hat der junge, schöne Marschall Xueliang Zhang (张学良) den Generalissimo Chiang Kai-shek (蒋介石) in Xi’an (西安) gefangen genommen. Um das Land zu retten, zwang er den Generalissimo, mit der kommunistischen Partei zusammen gegen die japanischen Invasoren zu kämpfen. Daraufhin hat er Chiang Kai-shek freigelassen und ihn nach Shanghai (上海) begleitet, ohne an seine eigene Sicherheit zu denken. Für diesen Tat hat er mit lebenslanger Gefangenschaft gebüßt.
Wer sich dafür interessiert, kann die Geschichte bei Wikipedia nachlesen. Ich werde hier nicht zu sehr ausschweifen. Was ich eigentlich sagen wollte, ist:
1. dass es reiner Zufall ist, dass mein Mann ausgerechnet an diesem historischen Tag erkrankt ist und
2. dass ich seit diesem Tag viel mehr darauf achte, was wir zu uns nehmen.
Was nehmen wir eigentlich jeden Tag zu uns? Normale Lebensmittel, in verarbeiteter oder unverarbeiteter Form. So habe ich auch gedacht, bis ich angefangen habe, das klein gedruckte auf der Verpackung zu lesen.
Nehmen wir einfach Volvic-Wasser mit Fruchtgeschmack, was wir fast täglich trinken, als Beispiel und schauen wir uns die Zutaten genauer an. Was ist wohl darin? Wasser mit ein bisschen Aroma? Hier ist die Zutatenliste:
natürliches Miniralwasser Volvic (96,4%)
Zucker (2,5%)
Säuerungsmittel: Citronensäure
natürliche Kirschauszüge
natürliches Aroma
Konservierungsstoff: Kaliumbenzoat
Taschenrechner rausholen und durchrechnen: Wenn ich jeden Tag eine Flasche Volvic (1500 ml) trinke, nehme ich 1446 ml Wasser, 37,5 ml Zucker und 16,5 ml Säuerungsmittel, Aroma und Kaliumbenzoat zu mir. Wollen wir die Werte noch mit 365 multiplizieren? Lieber nicht.
Es ist mir jetzt klar, dass wir Volvic nicht mehr in dem Maße konsumieren sollen, wie wir es bisher gemacht habe. Gesünderes Wasser soll mehr auf dem Tisch stehen. Im Supermarkt habe ich mich dann umgeschaut und einige Wassersorten gefunden, die meiner Anforderung entsprechen, das heißt konkret: Zuckerfrei, Konservierungsstofffrei und natriumarm. Die meisten Mineralwasser besitzen die ersten beiden Eigenschaften. Bezüglich des Natriumgehalts gibt es allerdings sehr große Unterschiede. Für alle, die sich natriumarm ernähen möchten/wollen/müssen/sollen, ist hier eine kleine Einkaufshilfe.
Aller vier Sorten sind in normalen Lebensmittelgeschäften wie z. B. REWE und LIDL zu finden und haben ein Natriumgehalt von unter 20 mg/l.
Bernina 0,95 mg/l
Saskia Quelle Kirkel: 1,3 mg/l
Sant’ Anna Rebruant-Quelle: 1,7 mg/l
AquAmia Vitale: 13 mg/l
Für diejenigen, die sich mehr mit diesem Thema beschäftigen möchten, ist hier eine Liste mit dem Natriumgehalt verschiedener Mineralwasser.

8 Responses to “Natriumarmes Wasser”
Elke
6 months ago
Hallo Pimo,
ich hoffe, dass es deinem Mann inzwischen wieder gut geht. Zum Wasser: wir kaufen schon lange kein Mineralwasser mehr. Wasser aus der Leitung (in Deutschland meist sauberer als französische Mineralwässer, habe ich gehört) kommt bei mir einfach so ins Glas, bei meinem Mann gesprudelt über einen dieser Kohlensäuresprudler. Wenn man im Sommer oder beim Sport Mineralsalze zuführen muss (wegen des Ausschwitzens), dann gibt es Apfelsaftschorle. Da wir in Frankfurt ziemlich hartes Wasser haben, haben wir noch so einen Br*ta-Filter, durch den wir das Wasser für den Tee filtern. Das schmeckt dann besser.
Lieben Gruß
Elke
pimo
6 months ago
Hallo Elke,
vielen Dank für die Info! Ich habe auch schon lange überlegt, ob ich so einen Wasser-Filter kaufen soll. Bist Du mit dem Br*ta-Filter zufrieden?
Viele Grüße,
Pimo
lilo
6 months ago
Hallo Pimo,
einen Wasserfilter würde ich mir niemals kaufen, da wachsen die Keime, dass es eine helle Freude ist. Meine Freundin hatte einen, den sie entsorgt hatte, weil der Arzt vermutet hat, dass er der Grund für die Salmonellenerkrankung des Töchterleins war und auch diese Kohlensäuresprudler für den Haushalt bekommen absolut schlechte Bewertungen, da sie eben total verkeimen.
Viele Grüße
Lilo
pimo
6 months ago
Hallo Lilo,
das klingt ja furchtbar. Keimen will ich natürlich nicht trinken. Ich denke, ich google noch eine Runde, bevor ich kaufen oder nicht kaufen gehe.
Vielen Dank für die Information!
Viele Grüße,
Pimo
ana
6 months ago
Hallo Pimo,
wir benutzen seit vielen Jahren so nen Filter, finde ich super: Kein Entkalken des Wasserkochers notwendig, der Tee/Kaffee/Suppen schmecken besser, meine Pflanzen werden ebenso mit auf diese Weise entkalktem Wasser gegossen. Um die Keimbildung zu vermeiden, achte ich drauf, dass das Wasser nicht lange steht (jeden Tag neu befüllen), und ich wechsle den Filter so alle 4-6, manchmal 8 Wochen.
Ist zwar etwas Arbeit, aber ich finde es besser (und günstiger) als ständig Wasserflaschen zu schleppen: Plastikflaschen sind ja nicht so gut wie die aus Glas, und die Glasflaschen sind schwer, und dann noch die Pfandflaschen zurückbringen, nee…
Viele Grüße
Ana
pimo
6 months ago
Hallo Ana,
vielen Dank für die Info!
Welche Marke benutzt Du? Auch Br*ta?
LG,
Pimo
ana
6 months ago
Hi Pimo,
ja, ich hab noch einen uralten (vor 14 Jahren gekauft!) Br*ta Wasserfilter aus Glas, seitdem nur welche aus Plastik im Handel gesehen, aber es gibt auch Glas-Wasserfilter…
Viele Grüße
Ana
pimo
6 months ago
Halo Ana,
14 Jahre lang gehalten. Das nenne ich Qualität.