Die Mungbohnen (chin. 绿豆) sind ein wichtiger Bestandteil der asiatischen Küche. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie zuzubereiten. Die Mung-Sprossen sind sicherlich die in den westlichen Ländern bekannteste aber gleichzeitig auch langweiligste Variante. Ja, die Mung-Sprossen sind langweilig, und ich habe mich diesmal richtig ausgedrückt. Mit Mungbohnen kann man wunderbare Speisen zaubern, was hier in Deutschland völlig im Verborgenen bleibt. Mungbohnen-Eis, Mungbohnen-Küchlein, Dumplings mit Mungbohnen-Füllung, Mungbohnen-Nudeln und und und.
Die Chinesen oder, um nicht zu nationalistisch zu klingen, Asiaten allgemein sind eben ein neugieriges und experimentfreudiges Völkchen, wenn es um das Essen geht. Asiaten kochen mit Blumen und Obst; Asiaten essen Insekten; Aisaten verwandeln alle Vierbeiner außer Tische und Stühle zu großartigen Gerichten. Als Marketing-Frau habe ich in den letzten Jahren viele chinesische Geschäftsleute betreut, dabei habe ich nie einen erlebt, der in einem deutschen Restaurant vor einem Stück Lebewurst sitzt und behauptet: „Ihh, ich ess das nicht, weil ich das nicht kenne.“ Probiert wird immer, und Tür zumachen kann man danach immer noch. Offen im Gedanken, das ist wohl die Grundeinstellung der Asiaten, auch wenn es nicht ums Essen geht.
So viel zunächst über die Asiaten, und nun noch ein paar Worte über die Mungbohnen.
Im Asiamarkt werden die Mungbohnen normaleweise in 400g-Packungen für knapp 1 Euro verkauft. Im Vergleich zu der Keimsaat aus dem Reformhaus (100g für über 1€) ist das spottbillig. Wie die Keimfähigkeit ist, wird später noch getestet. Durch die Keimung wird der Nährstoffgehalt erhöht und die Mung-Sprossen sind dadurch leichter verdaulich als in der Ursprungsform. Die bei Wikipedia stehende Aussage
„Die Mungbohnen sind leichter verdaulich als die in Mitteleuropa verbreitete Gartenbohne und sie verursachen keine Blähungen“
ist leider nur die halbe Wahrheit. Die Bohnenschalen verursachen durchaus auch Blähungen, nur in vergleichsweise geringem Ausmaß. Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen, für die Mungbohnen gibt es diesbezüglich leider auch keine Entwarnung.
Wer das ganz vermeiden will, ist mit den geschälten Mungbhohnen gut bedient. Sie sind ebenfalls im Asiamarkt zu finden.
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Oktober 2nd, 2009 at 21:13
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